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Die Arbeit ist die Wiedergabe der Einleitungsvorlesung eines Kurses über psychoanalytische Theorie, die in ihren Hauptausführungen davon ausgeht, daß die Schwierigkeiten der analytischen Theorie nicht an sich so groß sind, sondern bedeutungsvoll werden durch die subjektiven Schwierigkeiten derer, die sie lernen wollen. Sie werden in solche von Angst- und solche von Zwangstypus eingeteilt. Ihre volle Überwindung sei zwar Sache der persönlichen Analyse; aber immerhin könne auch Überlegung allein die Anfänger beruhigen und all die vorgebrachten Gründe entkräften. Dies geschieht ausführlich unter der Führung etwa folgender Gedanken: Die analytische Theorie erfordere keine langwierige systematische Vorbildung, sie sei nicht komplizierter als die Theorien anderer Naturwissenschaften, sie sei in den Grundlinien schon fertig gewesen in den ältesten theoretischen Formulierungen Freuds (zu deren Lektüre gute praktische Ratschläge erteilt werden; man sollte sie lieber immer noch einmal lesen, statt allzu schnell eigene Entdeckungen zu publizieren). Gegen die Neigung zu strenger (unbewußt feindseliger), angeblich immanenter Kritik sei zu sagen, daß in aller Wissenschaft falsche Theorien mit der Zeit durch die Tatsachen selbst widerlegt werden, gegen eine zwanghafte Überschätzung der Theorie helfe es, sich immer wieder vor Augen zu führen, daß auch die vollkommenste Kenntnis der Theorie allein zu keiner praktischen Analyse befähige. Weiter warnt Glover gründlich vor einem zu animistischen Denken in der Theorie, vor der Neigung, unbewußt die Allmacht der Worte gelten zu lassen, Hilfsbegriffe und metaphorische Ausdrücke wörtlich real zu nehmen und die Psycholibido mit den Hormonen zu verwechseln.
Die Darlegung dieser Themen wird noch vervollständigt durch Ausführungen über Wesen und Aufgaben der analytischen Theorie überhaupt. Ihre Hauptaufgabe bleibe vorläufig noch die Verständigung der Analytiker untereinander.
Fenichel (Berlin)