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Lorand bestätigt, daß triebhaftes Stehlen unbewußt sinnvoll und der Analyse zugänglich ist; letztlich sei es ein Versuch, sich vorenthaltene Liebe gewaltsam zu holen. Besonders instruktiv ist der Fall eines jungen Mädchens, das ohne Vater aufwuchs, den Vater deshalb in der Phantasie ungemein idealisierte, und das, als der Vater, den sie in der Nachpubertät kennen lernte, sich gleich darauf wieder verheiratete, an Kleptomanie erkrankte. — Es schließen sich allgemeine Erörterungen an über Anomalien der Über-Ich-Bildung, über die Folgen eines asozialen Milieus für die Entwicklung des Kindes, über den „Verbrecher aus Schuldbewußtsein“ und über die Rolle des Verbrechens als larvierter Sexualbefriedigung.
Fenichel (Berlin)