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Mannigfache Schwierigkeiten der Kinderheilkunde von der Untersuchung bis zum Verständnis dunkler Krankheitsbilder wichen erst der zielbewußten Verwertung psychologischer Einsichten, vor allem der uns von Freud vermittelten. Die Ergebnisse dieser zu einem ansehnlichen Zubau zur zünftigen Pädiatrie gediehenen Studien faßt der Verfasser in einer knappen Darstellung zusammen. Nach einer geschichtlichen Einleitung wird aus der Psychologie des Kindes insbesondere sein Triebleben dargestellt. Die weiteren Abschnitte behandeln das Wesen der Erziehung, die psychologischen Beziehungen des Arztes zum kranken Kinde, das Wesen der Fehlerziehung, den Charakter der Fehlerzogenen, Schwierigkeiten in der Schule und Lehre, die Erziehungsberatung als ärztliche Aufgabe, die Symptomatologie der Fehlerzogenen, kindliche Milieutypen, akute und chronische Psychoneurosen, den Einfluß der Fehlerziehung auf den Verlauf von Erkrankungen, Schlaf- und Einschlafstörungen, Flucht und Selbstmord, die Verhütung und Behandlung der Kinderneurosen. Im Anhang finden sich die von der Wiener Gesellschaft für Kinderheilkunde kürzlich beschlossenen Erziehungsgrundsätze. Ein ausführliches Literaturverzeichnis beschließt das vom Verlag gut ausgestattete Bändchen, das den in ihm dargestellten Einsichten Heimatrecht gewinnen will in der Lehre von den Kinderkrankheiten.
(Autoreferat)