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Herta ist ein Proletariermädchen von 20 Jahren, ein zartes Geschöpf mit angenehmen, feinen Zügen. Ihre Anmut wird nur durch ihren schlechten Ernährungszustand und ihre gebückte Haltung beeinträchtigt. Bei Beginn der Behandlung befand sie sich in einem Zustand schwerster Depression und war von der Angst erfüllt, verrückt zu werden. Ununterbrochen beobachtete sie sich auf ihren Geisteszustand, auf allen Seiten schnappte sie Berichte über Fälle von geistiger Erkrankung auf, die sie mit ihrer eigenen Geschichte verglich. Sie schenkte den beruhigenden Versicherungen der Ärzte über ihren Zustand keinen Glauben, sondern fürchtete im Gegenteil, von den Ärzten in eine Irrenanstalt gesperrt zu werden. Sie litt außerdem an zahlreichen Ängsten vor körperlichen Erkrankungen und Schädigungen. Sie hielt es in geschlossenen Räumen nicht aus, fürchtete sich im Dunkeln, vor Überfällen