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Das Buch enthält 78 Referate, die sich um die folgenden Themen gruppieren: Wohnungsnot und Sexualreform. Sexualnot. Sexualität und Seelenleben. Innere Sekretion. Sexualmoral. Rechtsordnung. Geburtenregelung und Menschenökonomie. Das Recht des Kindes. Diverse. Es sind auch Auszüge aus den Diskussionen mitgeteilt.
Bei einem Teil der Referate fragt man sich, ob sie nicht zweckmäßiger in populären Zeitschriften erschienen wären, da man sich von ihrem Wert für eine Fachversammlung nicht zu überzeugen vermag. Die einzelnen Vorträge behandeln jeweils Ausschnitte, Teil-probleme des Verhandlungsgegenstandes, sind aber nicht etwa so aufeinander abgestellt, daß ihre Summe einen Gesamtaspekt des Themas darstellte. Daher bleibt es, auf das Ganze gesehen, bei einer Reihe mehr oder minder wichtiger Bruchstücke. In bezug auf die zum Ausdruck gelangenden politischen, wissenschaftlichen und — sexualreformerischen Anschauungen erwies sich der Kongreß geradezu als anarchisch.
Um einen Begriff zu vermitteln, sei im folgenden wenigstens kurz auf einige Referate eingegangen. Ernst Toller in „Gefangenschaft und Sexualität“ bringt erschütternde Beispiele über die Sexualnot in Männergefängnissen, die er selbst während seiner mehrjährigen Haft beobachtete. Seine Angaben decken sich mit denen Plättners in „Eros im Zuchthaus“. Elga Kern in „Lebensnot in den Frauengefängnissen“ ergänzt die eigenerlebten Befunde Tollers auf Grund ihrer sozialen Tätigkeit. Unter mehr als einem Gesichtswinkel sind beachtenswert die sowjetrussischen Beiträge von Gurewitsch „Das Sexualleben der Bäuerin“ und Batkis „Zum Sexualproblem in der U. S. S. R. zur Zeit der sozialistischen Rekonstruktion“. Das Referat von Batkis ergänzt die Angaben über das Sexualleben der Landbewohner durch Mitteilung von Erhebungen über die Industriearbeiterschaft. Aus beiden Vorträgen ergibt sich zahlenmäßig, genauer an Hand der Ziffern über Ehescheidung, Gründe zur Ehetrennung, Abortus usw., wie stark die russische Bevölkerung sich aus den F