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Zur Einleitung will ich die wichtigsten Ergebnisse meiner bisherigen Untersuchungen des Ichgefühls und die aus ihnen sich ergebende Auffassung des Ichs hier wiederholen, weil ich nicht annehmen darf, daß jeder Leser, der sich für eine Untersuchung des Traumphänomens interessiert, auch bereit ist, meine Arbeiten in früheren Jahrgängen aufzuschlagen und neuerdings vorzunehmen.
Das Ichgefühl ist die Sensation, die man jederzeit von seiner eigenen Person hat, das Eigengefühl des Ichs von sich selbst. Ich begründe damit neuerdings die Auffassung, welche am stärksten Österreicher vertritt, daß das Ich keine bloße Abstraktion sei, um die Ichbezogenheit der Akte und Erlebnisse mit einem Worte mitzuteilen; das Ich ist auch nicht die Summe dieser Ichbezogenheiten allein, es ist auch nicht bloß die Summe der Ichfunktionen (Nunberg), auch nicht bloß die „psychische Repräsentanz“ dessen, was sich auf die eigene Person bezieht (Sterba). Das alles gehört zum Ich, es sind Leistungen, die im Ich oder vom Ich aus geschehen. Zum Ich gehört aber viel mehr, nämlich auch das subjektive seelische Selbsterlebnis dieser Funktionen; dieses Selbsterlebnis ist eine bleibende, wenn auch nie gleichbleibende Einheit, die nicht abstrakt, sondern wirklich ist.