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Diese umfangreiche Monographie, die auf einem angesichts der Seltenheit der Krankheit reichen klinischen Krankengeschichtenmaterial nebst Katamnesen und Erbtafeln fußt (66 Krankengeschichten), befaßt sich mit dem von Kraepelin als „Paranoia“ bezeichneten Krankheitstypus, für den Kolle die Bezeichnung „Paraphrenie“ fordert, da die von Kraepelin ursprünglich als Paraphrenie bezeichneten Erkrankungen ganz in der Schizophreniegruppe aufgegangen sind, und da die Diagnose Paranoia für die psychopathischen Querulanten, die keine echte Wahnbildung, nur überwertige Ideen entwickeln, vorbehalten bleiben soll. Diese sehr seltene Krankheitsform der primären Verrücktheit oder Paraphrenie (0.07% der klinischen Aufnahmen) beschränkt sich in ihrer Symptomatologie auf die primäre, d. h. „uneinfühlbare, nicht aus Motiven ableitbare“ Wahnbildung, die von Gruhle als „Beziehungssetzung ohne Anlaß und symbolisches Bedeutungserlebnis“ gekennzeichnet