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Die vorliegenden Vorträge wurden in einer Versammlung der psychiatrischen Sektion der Royal Society of Medicine und der medizinischen Sektion der British Psychological Society gehalten.
Edward Glovers Arbeit enthält auch für den Analytiker manches Lehrreiche. Bei der Therapie der Melancholie, so führt er aus, sei es wichtig, die nahende Depression aus kleinen
Anzeichen zu erraten und zu ermöglichen, daß der Konflikt zwischen Über-Ich und Ich in die Außenwelt verlegt werde, indem das Ober-Ich auf den Analytiker projiziert wird. Gelingt dies nicht, so müsse der Analytiker sich darauf beschränken, das Über-Ich zu mildern und das Ich zu stärken, indem er das akuteste und unmittelbarste sadistische Material erfaßt und deutet. Das Verständnis der Dementia praecox und der Paranoia sei durch Charakteranalysen wesentlich gefördert worden. Diese lehrten, daß die Schwierigkeit nicht in der mangelnden positiven, sondern im Überwiegen der negativen Übertragung liege. Heute begnügen wir uns nicht mehr mit der Erklärung, der Patient sei zu „narzißtisch“, sondern wir analysieren die negative Übertragung und versuchen die latente Angst und das Schuldgefühl abzubauen. Die Unzugänglichkeit des Psychotikers liege aber nicht nur an seiner Unfähigkeit zur positiven Übertragung (neben einer häufig gesteigerten negativen Übertragung), sondern auch an unserer eigenen, dem Selbstschutz dienenden Unfähigkeit, sich ihm wirklich zu nähern. Die Ergebnisse der Analyse kleiner Kinder werden, meint Glover, noch mehr zu den Fortschritten der Psychosentherapie beitragen als die an erwachsenen Psychotikern gewonnenen Erfahrungen, und er prophezeit, daß sie einst unser ganzes System der Ätiologie, Diagnose, Prognose, Therapie und Prophylaxe auf eine völlig neue Basis stellen werden.
Melanie Klein zeigt, daß die Realitätsbeziehung des kleinen Kindes ganz phantastisch ist. Für es ist die Welt ein Leib, gefüllt mit gefährlichen Gestalten, — gefährlich zufolge der Projektion des eigenen Sadismus. Während a