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Die exakten Beobachtungen des Verfassers und seine kritische Haltung zur geisteswissenschaftlichen Psychologie sichern ihm Resultate, die unser Interesse beanpruchen: Er sieht mit Freud in der Pubertätsentwicklung die Wiederholung einer „ersten Pubertät“ im Kleinkindalter, in dem er eine sexuelle Erregungswelle feststellt. Seine Beobachtungen führen ihn darüber hinaus zu der Ansicht, daß sowohl in der ersten Kindheit wie in der Pubertät je zwei psychische Krisen oder „Dissoziationsphasen“ erfolgen, die zeitlich und in der Art ihrer Erscheinung voneinander deutlich unterschieden seien. Außerdem sei die Mitte der Kinderzeit wie der Übergang zur Adoleszenz gekennzeichnet durch je eine solche kritische Zeit der „Dissoziation“. Es ergibt sich daraus das Bild einer in regelmäßigen Phasen erfolgenden Kindheitsentwicklung, in der Schübe von Dissoziation konfliktuöse Wandlungen in der Realbeziehung schaffen, die in den nachfolgenden „Assoziationsphasen“ konsolidiert werden. 3, 6, 9, 12-13, 16, 20 seien die kritischen Jahre. Während sich uns im allgemeinen die Krisis der Adoleszenz im Alter von zwanzig Jahren bestätigt, glauben wir, daß die neue Annahme einer Dissoziationsphase um das neunte Altersjahr noch der Nachprüfung bedürfe.
Besonders interessiert uns die Aufstellung einer strikten Parallele zwischen den frühkindlichen Krisen mit drei und sechs und den Pubertätskrisen mit zwölf bis dreizehn und sechzehn. Daß die Auseinandersetzung des Kindes mit seinem Milieu in zwei wesentlichen Schüben erfolge, bestätigt sich aus der Perspektive der Psychoanalyse in vielen Fällen. Wir sehen erst eine Zeit des vermehrten anal-urethralen Trotzes einhergehen mit einem heftigen