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gehalten in der Deutschen Psychologischen Gesellschaft am 26. November 1932.
In dieser Rubrik erscheinen die Beiträge in der Reihenfolge ihres Einlaufes bei der Redaktion.
Es werden zwei Fälle von depressiven Zustandsbildern geschildert, die als Folge von Hyperthyreosen enstanden sind. In dem ersten Fall handelte es sich um eine 33jährige Frau, bei der die depressive Verstimmung den Inhalt einer Phobie hatte. Der Suicidimpuls wurde isoliert und in der Form einer Phobie nach außen projiziert. In dem ersten Fall war es eine 34 Jahre alte Patientin, die mit großer Angst und mit der depressiven Selbstbeschuldigungsidee erkrankte, sie sei eine Mörderin.
Beide Patientinnen wurden durch Hormonmittel gegen den Morbus Basedow behandelt. Der in eine kurze Zeitspanne gedrängte Ablauf der psychischen Vorgänge bot für den Analytiker sehr viel Wesentliches, besonders in dem zweiten Fall. Da verwandelte sich die depressive Wahnidee: „ich bin eine Mörderin“ in eine paranoide Idee: „Ich bin keine Mörderin, man hält mich nur dafür.“ Diese Projektion entstand, als die heterosexuelle Libido gesteigert wurde und dementsprechend eine andere Ich-Struktur zustande gekommen war. Als die physiologische, durch die Thyreotoxikose bedingte Angst auch nachließ, verblaßte der schuldhafte Wahn und in der dritten Phase hieß es: „Ich bin keine Mörderin, man hält mich auch nicht dafür, aber man könnte fragen, warum ich ein schlechtes Gewissen hatte“; und noch später heißt es: „Es ärgert mich, daß ich mich mit solchen unnötigen Gedanken abgequält habe.“
Wir konnten hier bei derselben Patientin nacheinander in kurzer Zeit drei verschiedene Abwehrmechanismen beobachten:
Identifizierung = melancholische Idee.
Projektion = paranoide Idee.
Verschiebung = zwangsneurotischer Zweifel.
Diese drei verschiedenen Abwehrmechanismen entsprechen verschiedenen Ich-Besetzungen. Je größer die Aggression und die Angst, um so schwächer das Ich. So erliegt das ganz schwache Ich in der Identifizierung; das libidinös stärker bes