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gehalten in der Ungarischen Psychoanalytischen Vereinigung in Budapest, am 4. November 1932
Die Manie wird in der Psychiatrie im allgemeinen als Muster der „freien“ Assoziation betrachtet. Im beobachteten Fall ergaben sich aus der freien Assoziation Schwierigkeiten in der analytischen Arbeit, und zwar für den Arzt durch die Rapidität, Fülle und Inkohärenz der Assoziationen, für den Patienten durch die Unfähigkeit zu jenem gestraffteren Zustand, der die zeitweiligen Mitteilungen des Arztes ihm hätte nahebringen können. Ich wurde durch diese Sachlage zu einer das gewohnte Maß überschreitenden Passivität veranlaßt.
Da die Assoziationen — infolge ihrer erwähnten Eigenart — durch einfaches Zuhören nicht im Gedächtnis zu fixieren waren, verfertigte ich zwecks nachträglicher Untersuchung vom Material der ersten Stunden zeitweise Stenogramme. Der Eindruck der „Freiheit“ und Inkohärenz wurde hauptsächlich durch die große Menge der aktuellen Wahrnehmungen hervorgerufen, welche für eine oberflächliche Betrachtung sich gänzlich ungeordnet häuften und durch die sich gerade abspielenden Ereignisse der Außenwelt bestimmt wurden. In einem Mindermaß tauchten auch fragmentarische Erinnerungen auf, welche ursprünglich peinlichen Inhaltes waren und traumatische Momente vermuten ließen. Außerdem mosaikartige Phantasien und Gedanken, die den Arzt betrafen. Das ganze Material wurde mit dem Vorzeichen einer für die Manie charakteristischen überschwänglichen Lust vorgebracht.
Nach einigen Stunden passiven Zuhörens veränderte sich wesentlich das Verhältnis zum Arzte. An die Stelle der manischen Vorstellungshäufung trat ein verlangsamtes, mehr zusammenhängendes, verständliches und verfolgbares Assoziieren, die Hyperthymie wurde von Gefühlen und Affekten abgelöst,
welche dem auftauchenden Erlebnismaterial adäquat verliefen. Dies beschränkte sich anfangs auf die analytische Stunde; sonst bestand das manische Bild unverändert fort. Diese Veränderung der Assoziationsweise und der Stimmung ermöglic