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Will man in das weite Gebiet der Ichtriebe ein erstes ordnendes Moment hineintragen, so erweist sich die Intensität ihrer erotischen Komponente als ein Merkmal, das geeignet ist, sie in eine Reihe zu ordnen. An dem einen Ende der Reihe stünden Funktionen, die gar keine oder verschwindend wenig erotische Lust verursachen, am andern Ende solche, bei denen man unschlüssig wird, ob sie nicht besser zu den Sexualfunktionen zu rechnen wären. Die Reihe wäre etwa die folgende: Herzarbeit… Atmen … Muskelaktionen… Aufnahme Von Flüssigkeit… von festen Speisen… dann die verschiedenen Ausscheidungen (Harn, Stuhl) … weiter die weitgehend erotisierten „Herdinstinkte“, wie Ehrgeiz usw…. und schließlich könnten die Charakterzüge angereiht werden — die im Erwachsenen sicher erotisch-triebhaft erscheinen, denen aber doch die Ichtriebkomponente nicht abgesprochen werden kann — wie Hartnäckigkeit, Ausdauer, Neid, aber auch Großzügigkeit, Gelassenheit u. dgl. m. Die Reihe könnte eventuell noch fortgesetzt und sicher könnten viele Glieder in sie interpoliert werden, aber für unseren Zweck genügt sie in dieser vorläufigen Gestalt.
Es ist merkwürdig, daß man zu genau derselben Reihenfolge gelangt, wenn die Triebhandlungen nach ihrer Erziehbarkedt eingereiht werden. Die Herztätigkeit wird meines Wissens nirgends erzogen (es gibt zwar einige Menschen, die ihren Herzrhythmus beeinflussen können, sie sind aber so selten, daß sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen); das Atmen wird schon