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gehalten in der British Psychological Society, Medical Section, am 24. Februar 1932.
Schematisierte Untersuchung nicht-analytischer psychotherapeutischer Maßnahmen.
Die Wirkung zahlreicher psychotherapeutischer Maßnahmen beruht darauf, daß sie die neurotischen Selbstheilungstendenzen des Individuums unterstützen oder ersetzen: a) indem sie einen wirksamen Schutz gegen die Angst bieten oder indem sie das ursprüngliche neurotische Symptom in ein anderes, sozial besser angepaßtes verwandeln; b) indem sie durch vermehrte Angst zu einer Unterdrückung des Symptoms führen.
Andere Maßnahmen versuchen den Verdrängungskampf zu einer Entscheidung zu bringen: a) durch Lockerung der Verdrängung. Diese Methode entspricht den Zielen der Psychoanalyse, unterscheidet sich von ihr aber dadurch, daß sie die Analyse der Ubertragungssituation und des Widerstandes unterläßt; b) durch vermehrte Verdrängung.
In praxi werden gewöhnlich Methode a) und b) kombiniert, denn ohne wirklichen Abbau der Strenge des Über-Ich kann es nicht gelingen, Triebfreiheit
in einer Hinsicht zu geben, ohne das Über-Ich durch verstärkte Verdrängung auf anderen Gebieten zu befriedigen.
Bedingungen, unter denen der Psychotherapeut die Rolle des Über-Ichs übernimmt: Hypnose.
Eine wirkliche Heilung kann nur durch Libidinisierung des Über-Ichs, durch die Introjektion „guter“ Objekte erzielt werden.
Ein „gutes“ Objekt ist eine Person, die die Aggression nicht vergilt. Durch deren Verhalten wird der Projektionsmechanismus durchbrochen und der Glaube an „gute“ Objekte verstärkt. Erst durch die Analyse des Widerstandes in der Übertragungssituation kann dieser Vorgang voll erfolgen.