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Die Anlage des umfangreichen Werkes ist bestimmt durch den betonten Gegensatz zur herrschenden medizinischen Forschungsrichtung, die noch immer über der Lokalpathologie die Erkrankung des Gesamtorganismus übersieht. Auf ausführliches klinisches Material gestüzt, stellt der Autor alle Arten von Menstruationsstörungen im Zusammenhang mit den beigeordneten physischen und psychischen Symptomkomplexen unter bestimmten Gesichtspunkten dar. Da das kausale Denken bewußt vernachlässigt wird zugunsten des finalen, die heutige Bewertung hormonaler Faktoren z. B. als zu einseitigkausale Forschung kritisiert wird, drängt die detaillierte klinische und therapeutische Bearbeitung des Stoffes die morphologische, chemische, operative und psychologische Seite in den Hintergrund. Nähert sich Aschner damit, an alte medizinische Anschauungen (Paracelsus, Hippokrates) anknüpfend, der homöopathischen Betrachtungsweise, so ordnet er doch — im Gegensatz zur Homöopathie — die Menstruationsstörungen einer einheitlichen Auffassung der Menses als einer biologischen „periodischen Stoffwechselkrise“ unter. Störungen ihres Ablaufes bedingen Retentionen mit Autointoxikationserscheinungen, die sich in mannigfaltigen physischen und psychischen Syndromen äußern. Besondere Beachtung erfährt das Kapitel der Hypomenorrhoe, dem ein längerer Abschnitt über die bei spärlicher Blutung auftretenden Neurosen und Psychosen eingeordnet ist. Die im Klimakterium auftretenden psychischen Erkrankungen werden flüchtiger behandelt. Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, von wie einheitlichem, aber auch inseitigem Standpunkt aus auf die psychischen Komponenten eingegangen wird. Eine