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Kaufman schildert einen Fall von paranoider Schizophrenie mit zahlreichen Be ziehungs- und Verfolgungsideen, der unter eingehender analytischer Beobachtung stand Diese bestätigte die Befunde von Tausk: Der „Beeinflussungsapparat“ hatte ausge sprochen phallische Natur und stellte auf der einen Seite zweifellos den Penis einer Vaterfigur (eines Onkels) und den (damit identischen) phantasierten Penis der Mutter anderseits den Körper der Patientin selbst dar, nachdem diese sich mit Onkel und Mutter identifiziert hatte. Es war ihre eigene Männlichkeit, ihr erst introjizierter und dann wieder in die Außenwelt projizierter Penis, der nun ihrem weiblichen Ich genital Sensationen verursachte, die sie als Beeinflussung empfand. Während die übliche Psychiatrie häufig den Wahn als eine sekundäre Erklärung für primäre Sensationei nehme, weise die Psychoanalyse nach, daß die Sensationen in Wahrheit vielmehr Folgt des primären Wahnes seien. Auch die Ethnologie kenne vielerlei Genitalsymbole, voi denen magische Wirkungen befürchtet werden.
Fenichel (Berlin)