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Das Verständnis für den Sinn und die Bedeutung der Bewegungsvorgänge charakterisiert den gegenwärtigen langsamen und beinahe unmerklichen Übergang der mehr statischen zu einer dynamischen Neurologie. Im folgenden will ich zu zeigen versuchen, wie man aus den verschiedenen sinnvollen Elementen, welche die charakteristischen Körperhaltungen des Parkinsonismus kennzeichnen, als ein spezifisches Element die Feindseligkeit hervorheben kann, deren Abwehr sich ausgesprochenermaßen in dem am meisten hervortretenden Bewegungsbild dieses Syndroms ausdrückt. Wenn man von der Beschreibung eines Bewegungsbildes zu seinem Verständnis fortschreiten will, wird man die äußere Beobachtung durch die Erfassung der die Motorik beeinflussenden Faktoren ergänzen müssen, die in der Tiefe der Persönlichkeit wirken, nämlich im Unbewußten im Sinne Freuds.
Es soll hier zwar keine rein psychoanalytische Studie gegeben werden, doch wird der Versuch gemacht, die psychoanalytische Methode beim Studium des Parkinsonismus, sowohl des arteriosklerotisch-senilen als auch des metenzephalitischen Typs, anzuwenden. Die Ergebnisse führen nicht nur zu einem Verständnis der Parkinsonschen Körperhaltung, sondern sind auch von besonderem Nutzen für eine psychische Behandlung des Parkinsonismus. Der Gedanke an solch eine Psychotherapie bedeutet nicht den Verzicht auf die