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gehalten in der Wiener psychoanalytischen Vereinigung am 5. April 1933.
Das Problem der Bejahung des perversen Partialtriebes durch das Ich des Perversen erscheint durch die bisherigen Formulierungen nicht befriedigend gelöst.
Bei den mitgeteilten Fällen (Masochismus und männliche Homosexualität) zeigt die Analyse, daß das Bejahen einer perversen Handlung nicht eine Bejahung der bei Neurosen abgewehrten Partialtriebe bedeutet. Das was bejaht wird — die perverse Handlung —, ist nicht mit dem Partialtrieb identisch; sie bedeutet nicht eine einfache Bejahung desselben. Es zeigt sich vielmehr, daß der Partialtrieb eine weitgehende Veränderung und Maskierung erfahren muß, um durch die perverse Handlung befriedigt zu werden. Diese Maskierung ist durch die Abwehr des Ichs des Perversen bedingt, das sich gegen eine Befriedigung eines Partialtriebes genau so energisch wehrt wie das Ich eines Neurotikers.
So ist die perverse Handlung, ähnlich wie ein neurotisches Symptom, das Ergebnis eines Konfliktes zwischen Ich und Es. Sie bedeutet ein Kompromiß und enthält in sich sowohl Momente der Triebbefriedigung als auch der Triebversagung. Gleichzeitig befriedigt sie die Forderungen des Über-Ichs. Ähnlich wie beim Symptom erfolgt die Triebbefriedigung in maskierter Form, ihr wahrer Inhalt bleibt unbewußt. Sie unterscheidet sich vom neurotischen Symptom erstens durch die Art der Befriedigung der Es-Strebung, die hier im Orgasmus erfolgt, zweitens durch eine weitgehende Berücksichtigung der Allmachtswünsche des Ichs durch eine willkürliche ichgerechte Handlung.
Perverse und Neurotiker wehren also den Partialtrieb ab. Der Unterschied zwischen beiden besteht nicht in der Bejahung, bezw. der Abwehr eines Partialtriebes, sondern in dem Verhalten des Ichs zu den Abwehrmechanismen. Während aber in jeder Neurose das Ich das Symptom, das ein Ergebnis seiner Abwehr ist, als Fremdkörper betrachtet und in allerdings quantitativ verschiedenem Ausmaße verneint, wird in der Perversion die perverse H