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Eine auf Gemeinverständlichkeit angelegte Darstellung des Neurosenproblems, für den Laien wie für den nicht speziell unterrichteten Arzt bestimmt, final auf die Bewährung individualpsychologischer Anschauungen gerichtet. Es findet sich eine Anzahl von treffenden Bemerkungen und Hinweisen des psychotherapeutischen Praktikers, aber im ganzen scheint es fraglich, ob eine Darstellung wie diese gerade ihrem informativen Zweck gerecht wird. Die psychoanalytische Neurosenlehre findet eine nicht nur ganz unzulängliche, sondern auch arg entstellende Erwähnung. Da steht, daß „gerade von der Psychoanalyse gegenwärtig der stärkste Widerstand gegen das psychologische Verständnis nervöser Störungen ausgeht“. Und wenn es vollends heißt, daß „wahrscheinlich alles, was der Mensch als triebhaft empfindet, nichts mit dem Triebleben, das wir aus der Tierwelt ableiten, zu tun hat,… daß jede Triebhaftigkeit nur eine Auflehnung darstellt gegen Anforderungen der menschlichen Gemeinschaft…“, so beschwichtigt das jeden Gedanken an eine ernsthafte Auseinandersetzung.
O. Isakower (Wien)