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I. Mitteilung. An zwei Paranoiafällen angestellte psychoanalytische Versuche zeigten, daß die Patienten Söhne strenger Väter waren und also der Ödipuskomplex bei ihnen ganz ausgeprägt war. Unter dem Druck der Schwierigkeit des realen Lebens und auf dem Wege der Regression wurde nun bei beiden ödipuseinstellung wachgerufen, und Übertragung der Ambivalenzgefühle auf den Vaterersatz, und zwar auf den Schwiegervater bei einem Patienten und auf den Leiter der Fabrik beim anderen, war die Folge. Sodann wurden ihre feindlichen Regungen nach außen projiziert und von ihnen als Verfolgung seitens der Gegner wahrgenommen.
Der dritte Fall mit Eifersuchtswahn ließ erkennen, daß er, um der Spannung zwischen dem Über-Ich und seiner unbewußten polygamischen Tendenz zu entgehen, den unbewußten Wunsch auf seine Frau projizierte und einen Eifersuchtswahn bildete.
Kurz, alle drei Fälle bildeten ihren Wahn durch den Mechanismus der Projektion und statt des beseitigten inneren Drucks erlitten sie die Qual von außen. Der Wahn des Paranoikers ist also als ein nach außen gespiegelter Schatten eines inneren Bildes zu betrachten. Außerdem stellte Verfasser bei allen Fällen starke Fixierung der Libido auf narzißtischer Stufe fest.
II. Mitteilung. In dieser Mitteilung bespricht Verfasser weitere Ergebnisse der Psychoanalyse bei der Wahnbildung der Paranoia.
Der vierte Fall, ein Student, litt an Beziehungs- und Verfolgungswahn. Die Psychoanalyse ergab, daß er heftige moralische Konflikte wegen eines Sexualakts bestand, den er ohne Verantwortlichkeitsgefühl mit einem Mädchen ausgeführt hatte; als Ausdruck der