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Ein Patient hat — wie die Analyse nachweist — Selbstkastrationstendenzen aus Strafbedürfnis. Ein Traum, der offenkundig den Patienten über die Gefährlichkeit seiner innerlich wahrgenommenen Selbstschädigungstendenzen beruhigen will, stellt den Penisverlust als Kotverlust dar. Dieser regressive Ausdruck ist deshalb eine Beruhigung, weil das Kind ja die Erfahrung gemacht hat, daß der Kotverlust täglich wieder ungeschehen gemacht wird, indem neuer Kot produziert wird. Von der Ichseite aus gesehen scheint diese Bannung der Kastrationsgefahr durch den Hinweis auf die Möglichkeit eines „Ungeschehenmachens“ die ökonomisch ausschlaggebende Determinante der Regression. Das schließt natürlich nicht aus, daß sie gleichzeitig die anal-sadistischen Wünsche des Es befriedigt. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß die Triebabwehr des Ungeschehenmachens besonders bei Patienten mit anal-sadistischem Triebleben (Zwangsneurotikern) auftritt.
Fenichel (Berlin)