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Hartmann und Schilder haben gezeigt, daß unsere unmittelbare Erfahrung vom Inneren unseres Körpers nichts von den Organen enthält, wir nehmen lediglich eine schwere Masse wahr. Empfindungen kommen zum subjektiven Erleben nur von Zonen nahe der Körperoberfläche (in Entfernung von etwa 1 bis 2 cm). Auch die Körperöffnungen liegen, psychologisch, unter der Oberfläche. Um sie herum konzentriert sich das Erlebnis der Körperempfindungen, soweit es nicht Schwereerlebnisse sind. Was wir von Organen wissen, ist Wissen schlechthin, das erlernt ist. Unsere Empfindungen würden uns in der Norm niemals die Existenz von Herz, Lunge und Eingeweiden verraten. Unsere Erfahrung vom eigenen Körper gründet sich, wie erwähnt, auf optische und taktile Eindrücke, auf Schwereerlebnisse des Körpers und seiner Teile und auf die sensitive Zone nahe zur Körperoberflache. Diese Daten, welche uns das Bewußtsein vermittelt (Bw) haben Bedeutung für die Psychoanalyse. Sie beziehen sich nicht nur auf den eigenen Körper sondern auch auf den Körper der anderen. Sie gehen in alle Beziehungen libidinöser Art ein.
Es ist erwiesen, daß sich der Kastrationskomplex nicht nur auf die Körperoberfläche und die Körperausscheidungen erstreckt, sondern auch auf das Körperinnere. Wenn man den Kastrationskomplex sinngemäß faßt, so erweitert sich sein Geltungsbereich in der prägenitalen Entwicklungsstufe und umfaßt den Wunsch nach Integrität des Gesamtkörpers einschließlich des Körperinneren und die allgemeine Furcht vor Körperschädigung. Die Furcht, das halbverdaute Essen, den Darminhalt, die Fäzes und den Darm zu verlieren, war in dem Falle tief regredierender Schizophrenie von Schilder und Sugar das treibende Motiv (anal-intestinaler Kastrationskomplex). Die Furcht vor Zerstückelung ist nach der Ansicht des einen von uns (Seh.) eines der wichtigsten Motive in Psychosen. Bromberg und Schilder haben auf seine Bedeutung für die Psychologie der Alkoholhalluzinose verwiesen. Nach Melanie Klein spielt der Wunsch, die Ein