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Ein jüngerer Arzt, mit dem mich ein befreundeter Kollege eben bekannt gemacht hatte und der einige Tage vorher einen Vortrag von mir über „Sprechzimmerpsychologie und Kindheitshaltungen der Patienten“ gehört hatte, interpellierte, mich wegen eines sonderbaren Verlesens. Seit vielen Jahren lese er, wenn okulistisch dasteht, okkultistisch und verstehe darunter otiatrisch. Auf seine Frage, was das wohl zu bedeuten habe, äußere ich die Vermutung: daß er etwas Geheimnisvolles gesehen habe, was er nicht sehen sollte oder wollte, und mit der Befürchtung, daß vielleicht jemand davon hören könnte.
Zur Prüfung wird ihm aufgetragen, die erste Zahl zu bringen, die ihm einfällt. Diese kommt als „683“, und wird nun versuchsweise vor ihm zerlegt: 3 ein Mann, vielleicht ein kleiner Mann; 8 die Mutter; 6 eine andere, jüngere, in seinem Leben bedeutsame Frau, wohl seine Frau, und Differenzen zwischen Mutter und Gattin; dazu noch weitere Einfälle: 3 Erlebnis als ein Knabe, und 6 mit jemand weiblichem.
Die dazu verlangten fortlaufenden Wortassoziationen werden mit den Erläuterungen mitstenographiert. Zu 6: Assoziationsreihe: Jenny, Haus, Wohnung, Fenster, Bahnhofstraße, Demonstrationszug, den er in der BahnhofStraße gesehen habe. Zu 8: