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Die Arbeit bringt eine ausführliche Diskussion der Probleme der frühen Entwicklung von Sexualität und Ich des kleinen Mädchens. Sie bemüht sich dabei insbesondere, die von Freud in seinen letzten Arbeiten niedergelegten Meinungen mit denen von Jones und Melanie Klein in Einklang zu bringen, und pflichtet u. a. der Meinung M. Kleins bei, daß sich zwischen die Sehnsucht des kleinen Mädchens nach der Mutterbrust und die spätere nach dem Penis des Vaters immer eine Phase einschiebe, bei der dieser als ein Teil des Körperinneren der Mutter aufgefaßt werde; die regelmäßige Aggression des kleinen Mädchens gegen den Mutterleib und die entsprechende Vergeltungsangst vor Zerstörung des eigenen Körperinneren gelte immer auch der Vorstellung vom väterlichen Penis im mütterlichen Körper. Die Frage, ob ein präödipaler, narzißtischer Penisneid regelmäßig den Objektwechsel von der Mutter auf den Vater einleite, ob also der Kastrationskomplex beim weiblichen Geschlecht — im Gegensatz zum männlichen — dem Ödipuskomplex vorangehe, scheint der Autorin noch nicht sicher entschieden. Sicher meint sie dagegen sagen zu können, daß die Angst des kleinen Mädchens vor körperlicher Zerstörung der Kastrationsangst des Knaben an dynamischer Kraft nicht nachstehe.
Die Diskussion dieser und noch anderer Fragen erfolgt an Hand von klinischem Material, das an mehreren Fällen gewonnen wurde. Es handelt sich durchwegs um prägenital, besonders oral fixierte Frauen mit entsprechender Ambivalenz, deren prägenitale Züge nicht so sehr den Eindruck einer Regression machen, sondern offenbar weder beim ersten Eintritt in die genitale Phase noch später abgestreift worden sind. Daß mit der Übernahme prägenitaler Züge auf die genitale Stufe auch eine Übernahme von Zügen der Mutter auf das heterosexuelle Objekt (den Vater) erfolgt ist, scheint zwar aus einigen Details des mitgeteilten Materials hervorzugehen, die Autorin meint aber dennoch, daß auch die Bindung