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Wir haben diese Monographie über Frigidität nicht im psychoanalytischen, sondern in einem medizinischen Verlag erscheinen lassen, um die Tatsache des unbewußt-seelischen Ursprungs dieser pathologischen Hemmung einem größeren Kreis von Ärzten, die der Psychoanalyse noch fern stehen, vorzuführen und an der Hand der beigebrachten Kasuistik plausibel zu machen. Unsere Erfahrungen berechtigen uns, in der Frage der Heilbarkeit für die große Mehrzahl der Fälle einen optimistischen Standpunkt einzunehmen.
Anderseits findet der analytisch vorgebildete Leser in diesem Buch zum erstenmal die Darstellung eines Versuches, die Einzelformen der Geschlechtskälte herauszuheben, voneinander abzugrenzen und in ihrer Pathogenese aufzuklären. Dies scheint uns auch deshalb wichtig, weil die Prognose der angeführten Formen eine ungleiche ist. Für die meisten dieser Formen werden — wenn auch verkürzt dargestellte — Beispiele gebracht und überdies werden zwei erfolgreiche Analysen in ihrem gesamten Ablauf beschrieben.
Bei der Wiedergabe der analytischen Theorie der weiblichen Sexualentwicklung haben wir uns auf die von Freud stammenden Grundlagen beschränkt, ohne damit die Bedeutsamkeit noch zur Diskussion stehender Einzelfragen zu unterschätzen.
Autoreferat