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Durch die eigenartige Onaniepraktik eines männlichen Patienten, die eine deutliche Anlehnung an eigentlich für das Weib charakteristische Empfindungen zeigte, wurde ich veranlaßt einmal zu prüfen, inwieweit überhaupt gewisse abnorme Geschlechtssensationen des Mannes aus einem Vergleich mit denen des Weibes besser verstanden werden könnten. Diese Fragestellung führte zur Beschäftigung mit der Genese der genitalen Erogeneität. Sie brachte — um dies gleich vorweg zu nehmen — nicht die vermuteten eindeutig-klaren Resultate; es erwiesen sich sogar einige der anfänglichen Vorstellungen über naheliegende Parallelen bei beiden Geschlechtern als korrekturbedürftig. Und gerade die vergleichende Entwicklungsgeschichte, deren immer breitere Heranziehung sich im Laufe der Arbeit als unumgänglich notwendig erwies, ergab, daß die tatsächlichen Verhältnisse unendlich viel komplizierter liegen, als dies einer nach einheitlichen Gesichtspunkten ordnen wollenden Forschung genehm ist.
Wenn ich mich dennoch zur Mitteilung des folgenden entschließen möchte, so aus dreierlei Gründen: Erstens, weil eine eingehendere Bearbeitung dieses Gebietes, die dem analytischen ebenso wie dem entwicklungsgeschichtlichen Gesichtspunkt gleichermaßen gerecht zu werden sucht, bisher m.W. noch nicht versucht wurde; zweitens weil — wie aus eben diesem Grunde unschwer verständlich wird — sich zeigte, daß die von uns Analytikern gerade hier gern gebrauchten Anlehnungen an phylogenetisch-biologisches Geschehen z.T. gewisser Einschränkungen bedürfen; drittens weil trotz des nicht recht befriedigenden