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Eingangs möchte ich betonen, daß die Benennung eines bestimmten Typus der psychischen Persönlichkeit mit „Als Ob“ gar keine Beziehung hat zu Vaihingers Philosophie des Fiktiven und des von ihm „Als Ob“ Genannten. Wenn ich dem von mir beobachteten Typus diese somit unoriginelle Benennung gebe, so tue ich es, weil jeder Kontakt mit jenen Menschen, jeder Versuch, ihre Lebens- und Fühlensart zu verstehen, dem Beobachter das Gefühl eines „Als Ob“ unwiderstehlich aufdrängt. Dem laienhaften Beobachter, der in einen oberflächlicheren Kontakt mit dem zu beschreibenden Menschentypus gekommen ist, drängt sich nach einiger Zeit eine stereotype Frage auf, die ich auch häufig von Menschen, die irgendwie in Beziehung zu meinen „Als Ob“-Patienten getreten sind, gehört habe; sie lautet: was ist da los?
Die Frage: was ist da los?, soll ausdrücken: an einem Menschen dieser Art ist gar nichts Krankhaftes zu bemerken, er benimmt sich vollkommen normal, seine intellektuellen und affektiven Äußerungen sind vollkommen geordnet und entsprechend und doch schiebt sich zwischen ihn und den anderen Menschen etwas, was nicht faßbar und definierbar ist. Einer meiner Analysanden, ein besonders kluger und erfahrener Mann, begegnete einer meiner „Als Ob“-Patientinnen in Gesellschaft und erzählte mir dann in seiner analytischen Stunde, wie reizend amüsant, liebenswürdig und interessant sie gewesen sei, beendigte aber seine Schilderungen mit der Bemerkung: etwas ist aber los mit ihr; und konnte mir nichts mehr zur weiteren Aufklärung sagen.
Als ich die Gemälde derselben Analysandin, die eine gut ausgebildete Malerin war, einem Sachverständigen zur Begutachtung vorlegte, sagte er mir, in den Bildern sei viel Wissen und Begabung aber auch etwas Störendes, das er auf eine innere Hemmung zurückführe, die sicher zu beheben sei. Als die Pat. nach Beendigung ihrer wenig erfolgreichen Analyse zur weiteren Ausbildung im Malen in die Schule jenes Sachverständigen kam, erhielt ich nach einiger Zeit einen Bericht ü