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Die Kenntnis primitiver Typen der Wirklichkeitserfassung, führt G. mit Recht aus, ist die Voraussetzung für das Verständnis des kindlichen und erwachsenen psychopathischen Verhaltens. Umgekehrt könne man aus entsprechendem Studium der psychopathischen Verhältnisse Rückschlüsse auf die Geschichte der Wirklichkeitserfassung ziehen. Seit Ferenczis grundlegenden „Entwicklungsstufen des Wirklichkeitssinnes“ seien diese Fragen trotz der großen Fortschritte der Psychoanalyse kaum wieder untersucht worden.
Die primitive Perzeption der Außenwelt muß aufs engste zusammenhängen mit dem psychischen Inhalt der betreffenden Entwicklungsstufen, der Angst, die sich aus diesem Inhalt ergibt, und der Art, wie man versucht, diese Angst zu meistern; das verrate sich weniger in den großen Phobien der frühen Kindheit, als in den zahlreichen kleineren Angstanzeichen dieser Zeit. Was wir über das kindliche Triebleben wissen, läßt uns annehmen, daß des Kindes Interesse für die Außenwelt ausstrahle von seinem eigenen Körper, und zwar: von den oralen, gastrischen und respiratorischen Sensationen zur Nahrung und allem, was mit dem Essen assoziativ verbunden ist; von der Haut zu den Kleidern; von den Exkretionsorganen und -funktionen zu denen anderer Personen und zu Gerüchen, Farben und Geräuschen; vom Körper überhaupt zu Bett, Raum, Möbel, Vorhängen, Schatten; von der periodisch verschwindenden und wiederkehrenden Mutterbrust zur Beweglichkeit und zu allen beweglichen Gegenständen, zu Spielzeug, beweglichen Schatten, periodischen Geräuschen oder Gerüchen. Diese triebmäßige Ordnung der Erkenntnis der Außenwelt kompliziert sich noch durch die Symbolik. Ein Kind mit gesteigerter und sadistisch gefärbter respiratorischer Erotik erlebe einen Husten oder ein Nießen oder eine erregte Unterhaltung der Eltern als „Urszene“; ein Kind, das durch Schließen seiner Augen seine Eltern magisch töten will, erlebe das Zuziehen eines Vorhanges durch die Mutter als gefährlichen Gegenangriff. (Das scheint Ref. durc