You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das analytische Wissen über die Motive zum Suizid wird gut und übersichtlich systematisch zusammengefaßt, wodurch die Arbeit des betreffenden Sonderheftes der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik“ in wertvoller Weise ergänzt wird.
Die Handlung des Selbstmordes enthalte drei Elemente, deren jedes für sich zur Befriedigung einer unbewußten Tendenz bestimmt sein kann: das Töten, das Getötetwerden und das Sterben.
Das Töten: Die Analyse hat uns davon überzeugt, wie früh und tief Mordwünsche im Unbewußten der Menschen auftreten. (Merkwürdigerweise setzt Menninger hinter die Feststellung über die Mordwünsche kleiner Kinder den Autorennamen Klein, obwohl die 1900 erschienene „Traumdeutung“ Freuds doch schon reichlich Beispiele dafür gibt.) Der merkwürdige Mechanismus der „Introjektion“ mache es möglich, daß eine dem Objekt zugedachte Tat sich gegen das Ich, nämlich gegen den Teil des Ichs, der nach der Introjektion