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Das Heft ist zur Gänze dem magischen Denken gewidmet. Einleitend behandelt Marie Bonaparte das magische Denken bei den Primitiven. Die Arbeit bringt im Umriß die Ideen Frazers zu diesem Thema und zeigt dann, daß nach der Freudschen Theorie das magische Denken mit dem narzißtischen Stadium zusammenfällt. Ethnologisch ist dieses Stadium niemals in reinem Zustand vorzufinden. Für die Gemeinschaft hat die Magie den Wert gehabt, daß sie die Instinkte bemeistern half.
Laforgue geht hierauf dem magischen Denken in der Religion nach. Er erinnert daran, daß eine magische Handlung vorerst nur einen Versuch darstellt, die Wunschbefriedigung zu dramatisieren. Von diesem Gesichtspunkt aus gibt es, wie er schreibt, „zwischen Magie und Religion kaum einen Unterschied“. Beide verschmelzen schließlich zum Zwangszeremoniell. In der Ausübung der Magie handelt es sich sehr häufig um die Beschwichtigung von Schuldgefühl mit Hilfe eines durch magische Kraft (mana) hervorgebrachten Opfers. Derselbe Gefühlsinhalt findet sich in allen großen Religionen der Antike und der Gegenwart wieder.
Die Magie kann ebenso wie die Religion nach der Formulierung von Jones definiert werden als „eine auf kosmischer Ebene inszenierte Dramatisierung der Gefühle der Angst, Furcht und Liebe, die den Beziehungen des Kindes zu seinen Eltern entspringen“. Magie