You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Vor sechs Jahren hatte ich Gelegenheit, einen damals zehnjährigen Epileptiker einige Wochen lang zu beobachten. Der Charakter des Knaben war insofern entwickelt, als er nach Möglichkeit die Realität zur Befriedigung seiner Triebe benutzte. Er war ein äußerst hartnäckiger Trotzkopf, der sich allen Forderungen des Erziehers widersetzte. Einmal war ich mit ihm und seinem Vater beim Schwimmen zusammen. Durch seinen Ungehorsam reizte er den Vater so, daß dieser schon im Begriff war, ihn zu schlagen. Der Knabe stand ganz starr und unbeweglich da und seine Züge spiegelten die masochistische Spannung, mit der er die väterlichen Schläge erwartete, wider. Die Erwartung des masochistischen Genusses trat so klar zutage, daß ich den Vater sofort darauf aufmerksam machte und ihm zu erklären versuchte, daß der Knabe es nur auf eine Befriedigung durch die Schläge anlege.