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In der Arbeit „Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens“ hat Freud eine Form von Potenzstörung beschrieben, die den Mann bei der ihm gleichwertigen Frau befällt, während er bei einer sozial unter ihm stehenden, „erniedrigten“ Frau voll potent ist. Diese Störung ist durch eine Spaltung zweier Strömungen, der sinnlichen und zärtlichen, entstanden und hängt ursächlich mit starken Kindheitsfixierungen und der realen Versagung durch die Inzestschranke zusammen. Diese Funde wurden von zahlreichen analytischen Forschern bestätigt. Auf Grund von langjährigen Analysen kasuistisch differenter Patienten, die aber alle an dieser Form von Potenzstörung litten, habe ich einige Momente gefunden, die mir als Ergänzung der Freudschen Formulierung erscheinen.
Ich möchte als Beispiel zwei kurze Auszüge aus Krankengeschichten mitteilen, in denen ich, ohne das Material ausführlicher vorzubringen, das an anderer Stelle zusammenhängend dargestellt wird, nur die Ergebnisse kurz skizzieren werde.