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Die Familie von Hans Behn-Eschenburg stammt aus Lübeck. Der Großvater hat in den Achtundvierzigerjahren als politischer Flüchtling auswandern müssen. Er fand an der Hochschule in Zürich als Professor der englischen Sprache ein neues Wirkungsfeld. Der Vater wurde Ingenieur. Ihm verdankt die Technik außerordentlich wertvolle Erfindungen. In Örlikon, einer Vorstadt Zürichs, wurde am 23. Januar 1893 Hans Behn-Eschenburg geboren. Hier verlebte er seine ersten Kinderjahre. Sein medizinisches Wissen und Können erwarb er sich an der Universität in Zürich. 1919 schloß er seine Universitätsstudien ab und heiratete kurz darauf. Schon früh von der Psychiatrie angezogen, ging der junge Arzt in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau. Rorschach war dort Oberarzt; in ihm fand Behn-Eschenburg einen hervorragenden Lehrer, der ihn auch auf die Psychoanalyse Freuds hinwies und ihm die ersten Anfangsgründe unserer Wissenschaft beibrachte. Nach seiner Assistentenzeit in Herisau arbeitete Hans Behn-Eschenburg am Kinderspital und an der neurologischen Poliklinik in Zürich. Gleichzeitig suchte er sich hier psychoanalytisch auszubilden und ging dann für ein Jahr an das Psychoanalytische Institut Berlin, wo er die reichsten Anregungen fand, besonders in seiner Kontrollanalyse bei Simmel. 1924 begann er in Zürich die psychoanalytische Praxis. Neben der ärztlichen Tätigkeit, beschäftigte er sich intensiv mit den Problemen der Berufsberatung, den Fragen der Vormundschaftsbehörden und der psychoanalytischen Pädagogik. Genau 10 Jahre eines selbständigen Schaffens waren ihm beschieden, und er durfte die Genugtuung haben, daß sein Können immer höhere Anerkennung fand, und daß immer mehr kranke Menschen um seine Hilfe baten. Diesen Sommer organisierte er noch mit größter Umsicht und Gewissenhaftigkeit den psychoanalytischen Kongreß in Luzern. Aber am ersten Tag dieses Kongresses warf ihn wie ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel eine schwere Krankheit nieder, und dann starb er nach einem langen Monat qual