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Wenn man über „Theorie der Technik“ spricht, ist es leider noch notwendig, über die Berechtigung eines solchen Begriffes zu reden. Es gibt Auffassungen von der „irrationalen“ Natur der psychoanalytischen Technik, die sich überhaupt gegen Bestrebungen zur theoretischen Erfassung technischer Grundsätze wenden. Einer solchen Auffassung hat z. B. in letzter Zeit Reik Ausdruck gegeben.2 Weil das Instrument der analytischen Technik das Unbewußte des Analytikers ist („Relais“Vorstellung), weil die Intuition bei der Erfassung der Vorgänge im Patienten nicht entbehrt werden kann, will er bei der psychoanalytischen Technik alles dem Unbewußten und der Intuition überlassen. Solche Auffassungen müssen schließlich dazu führen, daß, weil der Gegenstand der Psychoanalyse das Irrationale ist, diese selbst irrational gesehen wird, jeden Charakter einer Wissenschaft verliert und zur reinen Kunst wird.
Demgegenüber meinen wir: Wir haben eine dynamisch-ökonomische Auffassung des Seelenlebens. Auch unsere Technik, die eine dynamisch-ökonomische Änderung im Patienten anstrebt, muß nach dynamisch-ökonomischen Grundsätzen erfolgen; sie muß konsequent in der der Psychoanalyse überhaupt zugrunde liegenden Denkweise bleiben und das durch die (allerdings unentbehrliche) Intuition sich ergebende Handeln nach rationalen Richtungszeichen ordnen.
Freud ist der Schöpfer der Begriffe der „Dynamik“ und der „Ökonomik“ im Seelenleben. Sowohl die ganze Art, wie er neurotische Phänomene zu studieren pflegt, als auch seine technischen Publikationen3 lassen keinen Zweifel daran, daß ihm auch die analytische Deutung und das Vorgehen des Analytikers überhaupt als ein Eingriff in die Dynamik und Ökonomik des Patienten erscheint, daß er also von der Deutung noch anderes verlangt, als daß sie inhaltlich richtig sei. Von ihm stammt das Wort, daß nur ein solches Verfahren Psychoanalyse zu nennen sei, das Widerstände und Übertragung benutzt;4 und das heißt ja: das in die Dynamik eingreift und nicht etwa nur „Überse