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gehalten vor der American Psychoanalytic Association in New York am 29. Mai 1934
Diese Arbeit berichtet über eine Form von psychiatrischer Behandlung jener Neurosen, die somatische Symptome vortäuschen oder mit einer somatischen Krankheit vereint auftreten; wir wählen als Ausgangspunkt gewöhnliche Symptome am Magen-Darmtrakt.
Obgleich die Arbeit wesentlich eine klinische ist, bringt sie in ihrem ersten Teil die grundlegende Unterscheidung von drei Typen der Reaktionsart: 1. Die narzißtische oder psychosenhafte Reaktion, die mit Störungen der primären Ich-Funktionen verbunden auftritt, 2. Reaktionen, die mit Störungen des Sexualtriebs in engerer Verbindung stehen, einschließlich der Ubertragungs- und Psychoneurosen, und 3. Neurosen, die direkt ohne psychische Ausarbeitung in somatischen Symptomen zum Ausdruck kommen und dadurch die Versagung der Befriedigung für einen der beiden Grundtriebe anzeigen.
Diese Formulierungen wurden am ganzen Material als nutzbringender Weg der Orientierung für die Behandlung auch dort angewandt, wo eine Analyse nicht möglich war. Alle Fälle wurden an dem Columbia-Medical Centre, N. Y. C., teils im Presbyterian Hospital, teils an der Vanderbilt-Clinic untersucht.
Der erste Fall, ein junger Mann mit hypochondrischen Klagen, war der seelischen Therapie unzugänglich, bis diese mit Arzneiverwendung verbunden wurde. Man ging nach dem Prinzip vor, daß man die Realität der Symptome, welche sie für den Patienten dank ihrem wahnhaften Charakter hatten, akzeptieren und dieselbe für den nächsten Schritt zu ihrer endlichen Auflösung ausnützen mußte. — In zwei Fällen von Erbrechen war das neurotische Symptom in weitem Ausmaß durch lebensbedrohende Situationen determiniert. In dem einen Fall durch einen geschiedenen Gangster-Ehegatten, in dem anderen Fall durch ein schweres körperliches Leiden. Das Symptom schwand rasch, als dem Patienten Gelegenheit zur Katharsis und zum Wiedergewinnen seiner Sicherheit geboten wurde. Im Gegensatz zu diesen Fällen steht e