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Es können zwar die Naturwissenschaften der Psychoanalyse nicht die Probleme der Trieblehre zur Lösung abnehmen; doch müssen die Antworten, welche die Psychoanalyse auf solche Fragen gibt, mit den sichern Ergebnissen der Embryologie und Biologie übereinstimmen. Wo sich in den erschlossenen Theorien ein unlösbarer Widerspruch findet, sind beide Forschungsdisziplinen zu neuerlicher Untersuchung verhalten; Widersprüche dieser Art sind unvermeidlich und fruchtbar. Abgesehen von diesem Interesse an der Erprobung hat auch jedermann das Bedürfnis, in bezug auf die Gegenstände seiner täglichen Bemühung neue Ergebnisse der Naturwissenschaften zu erfahren. Für unsere gesamte Anschauung und richtige Einstellung zur Arbeit ist die Fortsetzung der Bioanalyse im Sinne Ferenczis nahezu so wichtig wie die der Metapsychologie.
Dieses klar geschriebene und illustrierte Buch faßt in ausführlicher Kürze — nämlich beides, wo es am Platze ist — einen bedeutenden, durch jahrzehntelange Arbeit erreichten Fortschritt zusammen; es wird der Beweis erbracht für die Kontinuität des Keimplasmas und durch experimentelle Beobachtung der Weg der „Keimbahn“ bei den Wirbeltieren festgestellt.
Für den Psychoanalytiker ist es ein mächtiger Eindruck, mit Augen zu sehen, wie in der Ontogenese von Anfang an Soma und Keim, das bedeutet Individuum und Art, einander