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Wir kennen das Zerstückelungsmotiv als eine Variante der Kastrationsidee. Die Absicht des motivs ist es, das Anstößige an der Kastrationsvorstellung zu mildern. Aber woher stammt dieses Motiv? Malcove antwortet überzeugend: Aus der Erfahrung, daß das Essen zerstückelt wird. Die Vorstellung, zerstückelt zu werden, ist also zunächst eine Abschwächung
der Vorstellung, gefressen zu werden; es ist wohl bekannt, daß diese Vorstellung als regressive Entstellung der Kastration auftritt. Da das kleine Kind animistisch denkt, erscheint ihm das Essen, das ihm zerteilt wird oder das es selbst zerteilt, belebt, und gibt ihm so die Möglichkeit, sich mit ihm zu identifizieren. — Material aus zwei Kinderanalysen stützt diese Gedankengänge.
O. Fenichel (Oslo)