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Zwei sehr bekannte Fälle aus der psychoanalytischen Literatur, der eine von Freud, der andere von Groddeck veröffentlicht, scheinen mir die in meinen ersten Untersuchungen über den Mutterkomplex1 mitgeteilte Theorie zu bestätigen. Auf Freuds berühmten Fall aus der „Geschichte einer infantilen Neurose“, der heute als der „Wolfsmann“ bekannt ist, bezieht sich James Strachey,2 wenn er die prädisponierenden und die auslösenden Ursachen der Neurose vergleicht. Ich gebe zunächst eine kurze Zusammenfassung seiner Arbeit:
Charcot vertrat die ausschlaggebende Bedeutung einer ererbten prädisponierenden Ursache in der Äiologie der Hysterie. Dieser Ansicht stand die von Breuer und Freud entgegen, daß der auslösende Faktor — nämlich das psychische Trauma — tatsächlich für die Entstehung und Form der Erkrankung entscheidend sei. Immerhin behielten damals die prädisponierenden Ursachen, insbesondere der „hypnoide Zustand“ Breuers, noch ihre Geltung.
Weitere Forschungen ( bis ) zeigten, daß die auslösenden Traumen in der Regel mit einer ganzen Reihe traumatischer Ereignisse verknüpft waren, die sich bis in die frühe Kindheit zurückverfolgen ließen. Schließlich kam Freud sogar von der Theorie der Notwendigkeit eines „infantilen Traumas“ ab; er ersetzte sie durch die Theorie von der „infantilen Phantasie“ Entsprechend mußte die Lehre von der „auslösenden Ursache“ neu, und zwar in den Ausdrücken der dynamischen Libido-theorie, formuliert werden. Als wesentlich wurde gezeigt, daß das Unbefriedigtbleiben libidinöser Strebungen, prädisponierende Faktoren vorausgesetzt, zum Ausbruch der Neurose führt. Zu einem solchen Unbefriedigtbleiben kam es entweder