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Frau Benedek knüpft in dieser Arbeit theoretische Überlegungen an eine ausführliche klinische Studie über einen Fall von Homosexualität, der nach dem Typus eines überkompensierten
Hasses, wie ihn Freud in seiner Arbeit „Über einige neurotische Mechanismen bei Eifersucht, Paranoia und Homosexualität“ beschrieben hat, gebaut war; sein ursprüngliches Objekt war aber in diesem Falle kein Bruder, sondern der Vater selbst gewesen. Der Patient war aus Kastrationsangst auf der „deutero-phallischen“ Stufe fixiert und wies neben seiner Perversion phobische und paranoide Züge auf.
Der Patient war ein einziges Kind. Als er elf Jahre alt war, starb sein Vater. Am Anfang der Analyse glaubte er, ihn nur zu lieben. Die Mutter war eine strenge und in Zärtlichkeiten sehr zurückhaltende Natur. Dennoch war der Patient noch als Erwachsener von ihr, die ihn wie ein Kind behandelte, völlig abhängig. — Im 11. Lebensjahre wurde der Patient homosexuell verführt; im 17. und 18. versuchte er kleinere Annäherungen an Frauen, seither war seine Sexualbetätigung ausschließlich homosexuell. Das Merkwürdige war, daß er seine homosexuellen Objekte offenkundig nicht liebte; vielmehr war er bestrebt, so zu werden, wie sie, er beneidete sie um ihre Männlichkeit. Er fühlte im Verlaufe der Analyse, daß der homosexuelle Verkehr für ihn einen Kampf bedeutete, jeder einzelne Akt eine Introjektion, durch die er sich ihm fehlende Männlichkeit zu holen suchte. Der Akt bedeutete für ihn: ein Vater stärkt die Männlichkeit seines Sohnes und macht ihn zu einem Manne, wie er selbst einer ist. — Dabei interessierte den Patienten am Manne im Grunde einzig der Penis. Er beobachtete die sinnliche Erregung des Partners, hatte dabei wenig zärtliche Gefühle und wechselte häufig und leicht die Objekte. Er war narzißtischphallisch orientiert. — Frauen erschienen ihm als ideale asexuelle Wesen, die doch nur Männer nehmen, die männlicher sind als er selber. Sein Über-Ich war ein mütterliches.
Die Psychoanalyse ergab: Grundlege