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Kubie teilt eine Anzahl verblüffender Beispiele für das „symbolische Denken“ bei Kindern und naiven Erwachsenen mit. Es ist auffallend, daß die Symbole, mit deren Hilfe körperliche Sehnsüchte und Funktionen ausgedrückt werden, oft von einem Kind ausschließlich aus der Sphäre etwa der Haushaltdinge, von einem anderen aus der der Kleidung, von einem dritten aus der Welt der Tiere, von einem vierten aus der der Maschinen genommen wird. — Kubie erklärt das symbolische Denken überhaupt für verständlich aus einer Tatsache, die für das Sprechenlernen des Kindes von grundlegender Bedeutung sei: Es sind körperliche Bedürfnisse (Zustände der Unbefriedigung), die das Kind veranlassen, sich ausdrücken zu wollen. Jedes neue Faktum, das das Kind aufnimmt, müsse irgendwie mit Körperlichem verknüpft sein, aber natürlich müsse eine solche Verknüpfung nicht direkt sein. „Es gibt“ daher „zunächst eine lange Periode, in der die Begriffe vage, weit und sich überschneidend sind; und erst mit dem Fortschreiten der Jahre werden sie mehr diskret und unterschieden“, was auch mit den Forschungen von Piaget übereinstimme.
O. Fenichel (Oslo)