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Außerordentlich sorgfältige medicohistorische Studie. Es ist erstaunlich, was Cesus, Soran, Galen, Aretaios, Kassios, Iatrosophista, Oreibasios, Aetios, Alexander v. Trail es und Paulos von Aigina in der Neurologie schon gewußt haben. Vergleichen wir etwa die damaligen Kenntnisse über die motorischen und psychischen Abläufe bei der Epilepsie mit den modernen Beschreibungen dieser Krankheit, dann müssen wir gestehen, daß seither nicht sehr viel hinzugekommen ist. Die Beschreibungen, die vielfach wörtlich zitiert werden, sind zum Teile ganz meisterhaft und verraten einen hohen Stand ärztlicher Beobachtungsgabe. Auch viele von den therapeutischen Maßnahmen der damaligen Zeit haben bis heute nicht an Wert verloren. — Jedem, der sich für die Entwicklung der ärztlichen Kunst interessiert, sei die Lektüre dieses Buches empfohlen.
E. Stengel (Wien)