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Die Klaustrophobie wurde von verschiedenen Autoren als im Zusammenhang mit Mutterleibsphantasien stehend erkannt. L. legt am Beispiel einer Analyse sehr einleuchtend dar, daß es nicht die Phantasie, ein Embryo im Mutterleib zu sein, als solche ist, die die Angst auslöst (diese Phantasie trägt eher Angstabwehrcharakter), sondern vielmehr mit ihr verbundene Sexualphantasien des Inhalts, der in den Mutterleib eindringende Vaterpenis störe die dort herrschende Ruhe auf oder: man werde geboren. Diese Phantasie sei mit jener eng verbunden: die Geburt ist als irgendwie durch das Eindringen des Penis ausgelöst gedacht. — Die Voraussetzung zu solchen Phantasien und damit zur Klaustrophobie sei eine Identifizierung mit einem Embryo. Eine solche sei eine häufige Reaktion kleiner Kinder auf Schwangerschaften der Mutter, zusammenhängend mit oralsadistischen Phantasien und Ängsten, den Mutterleib zerstören und fressen zu wollen, bzw. das Entsprechende passiv zu erleben. Die bekannte unbewußte Gleichsetzung des eigenen Körpers mit einem Penis, stammend aus einer Partialeinverleibung, deren Resultat eine Identifizierung ist, sei oft verdichtet mit einer solchen Gleichsetzung des Körpers mit einem Embryo. — Die Meinung, die Klaustrophobie sei eine Angst vor der Onanieversuchung, widerspreche diesen Funden nicht; die Patientin L.s z. B. onanierte als Kind mit der vom „Wolfsmann“ her bekannten Phantasie einer intrauterinen Koitusbeobachtung. Daß bei solchen Patienten häufig haut-und respirationserotische Triebkonflikte eine große Rolle spielen, hänge mit Phantasien des Kindes über das intrauterine Dasein zusammen.
Ref. möchte aus eigener Erfahrung den klinischen Funden L.s ausdrücklich zustimmen; möchte aber noch hinzufügen, daß ihm zwei physiologische Momente das Zustandekommen der Klaustrophobie auf Grund derartiger Phantasien sehr zu erleichtern scheinen: 1. Das Eingeschlossensein wird von den Kranken vor allem erlebt als Bewegungsbehinderung. Eine solche scheint aber an sich und ga