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Psychoanalytische Autoren haben übereinstimmend festgestellt, daß im Unbewußten der Stotterer die Wörter den Fäzes gleichgesetzt sind, so daß Triebkonflikte, die ursprünglich um diese tobten, nunmehr auf das Sprachgebiet verschoben sind; ferner, daß diese konkret gedachten und dem Kote äquivalenten Wörter auch Repräsentanten von introjizierten Objekten darstellen. — Ein 10jähriger stotternder und anal-asozialer Junge, über den S. berichtet, bot außerordentlich illustratives Material zu diesen Thesen. Dieses Material besteht einerseits aus Zeichnungen, die er in einer auf künstlerische Ausbildung der Kinder besonders eingestellten Schule lieferte, anderseits aus seinen phantastischen Erläuterungen dazu. Wörter sind ihm konkrete körperliche Massen mit bestimmter Gestalt; einige Wörter sind wie Würste, andere flüssig; um Wörter, die ihm Schwierigkeiten machen, auszusprechen, braucht er manuelle Hilfe von seiten der Lehrerin, die ihm auch bei Überwindung seiner Obstipation geholfen hat; die Gestalten der Wörter malt er braun oder schwarz; Namen von ungeliebten Personen machen mehr Schwierigkeiten als Namen geliebter; die Gestalt des ungeliebten Namens ist mit Dornen ausgestattet gedacht; die des geliebten ist flüssig und fließt beim Sprechen glatt heraus. — Eine verständnisvolle Behandlung durch die Lehrerin, die das scheue Kind zugänglich und schließlich vertrauensvoll (und schenklustig) machte, besserte sowohl das Stottern als auch das asoziale Benehmen des Kindes ganz erheblich. Gleichzeitig verbesserte sich seine Maltechnik. Er zeichnete nicht mehr einzelne „Wörter“, sondern zusammenhängende „Geschichten“, bestehend aus miteinander verbundenen, nunmehr als Streifen dargestellten Wortgestalten, keineswegs nur mehr in Braun und Schwarz, sondern bunt. Die Streifen kamen immer aus einem baumstumpfartigen Objekt, das offenbar ihn selbst als Redner (er begann eine phantastische Erzählung mit den Worten: „Ich bin ein Bleistift“; ein Bleistift ist ein länglicher Gegenstand,