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Ferenczi, unter den Aposteln der Analyse der fruchtbarste, regste, vielseitigste, hat in den letzten Jahren seines Lebens sich erneut auf die technischen Probleme der Analyse geworfen und hier mit seltener Frische und Jugendlichkeit Wege neu gebahnt, die im fortschreitenden Zuge der Analyse bereits waren verlassen worden, und auf denen er nun meinte, neues therapeutisches Erleben zu gewinnen, oder, wie er selbst es im Vergleich ausdrückt, „auf neue Goldadern in den vorläufig verlassenen Stollen zu stoßen“.
Diese Bemühungen ergaben sich ihm in Konsequenz des Ausbaues seiner „aktiven Technik“. In der aktiven Technik hatte es sich darum gehandelt, Spannungserhöhungen zu erzielen durch den Zwang, tief versteckte Regungen nicht nur zu bekennen, sondern sie vor dem Arzte zu agieren. Dieses Erlebnis in der Wiederholung vor dem Arzt sollte jene Regungen dem Bewußtsein zugänglicher machen und der Beherrschung durch dasselbe unterwerfen.
Die Gefahr, die dieses Verfahren mit sich brachte, lag in den Widerständen des Ichs, das dadurch in Gegensatz zum Analytiker kam, und Ferenczi sah sich gezwungen, auf dem Homburger Kongreß ein Stück seiner Ratschläge zur „aktiven Technik“ zurückzunehmen. Ferenczis therapeutisches Bemühen, sein, wie sein Meister es im Nachruf genannt hat, „übermächtiges Bedürfnis, zu heilen und zu helfen“, ließ ihn auf die andere Seite der analytischtherapeutischen Einstellung hinüberschnellen.
Auf dem Innsbrucker Kongreß, in seinem Vortrag „Das Problem der Beendigung der Analysen“ (Int. Ztschr. f. Psa., Bd. XIV, , S. 1), stellte Ferenczi die Forderung nach „unerschütterlichem Wohlwollen“ auf, das der Analytiker dem Patienten entgegenbringen müsse, mag sich letzterer in seinem Benehmen und in seinen Äußerungen noch so ungebührlich gebärden. Dieses