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Der Autor, der im Jahre 1920 ein Buch: Seelenmechanik und Hysterie (Psychodystaxie) veröffentlicht hat (s. die Besprechung im Jahrgang 1920 dieser Zeitschrift), stellt nun neuerlich seine Methode der Neurosenbehandlung dar, die sich vollständig von analytischer Methodik abgewendet hat. Das Buch soll nicht mehr sein, als ein praktischer Leitfaden seiner suggestiven Methode, zu welcher ihm „neben der intuitiven Erfassung der Gesamtpersönlichkeit die objektive Beobachtung der psychischen Konstellation und der Einstellung zu verschiedenen äußeren Situationen“ genügt.
Der sichtlich erfahrene und gut beobachtende Autor umgibt seine Suggestionstherapie, die sicherlich so viel erreicht wie andere Suggestionen, mit einem so wortbildungsreichen philosophierenden Gewand, daß die Lektüre dem Naiven ein tief-wissenschaftliches System vortäuscht. So nennt er die Affekte „Subjektfunktionen der Ich-Situations-Relationen“, erläutert die hysterische Abulie als „eine starke Aktivität unter der Maske scheinbarer Aktivitätsschwäche in der gleichsam negativen Richtung auf Passivität“. Seine Lehre von der Psychenergetik und Affektdynamik zeitigt z. B. folgende Sätze: „Der psychomechanische Wille ist der Ausdruck der Kräftekonstellation aller Tendenzintegrale“; oder „Die hysterisch abnorme Reaktion ist die alogische Entspannungskonsequenz der durch innere oder äußere Widerstände hervorgerufenen und durch die Starrheit der Hemmung logisch unlösbaren Maximal- oder Qualspannung“.