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Ein Versuch, aus der Rassenfrage eine wissenschaftliche Frage zu gestalten. Zugleich erfährt die Typenlehre Beleuchtung. Wie aus dem Titel schon zu vermuten, sieht Verf. in Rasse und Konstitutionstyp nicht Gegensätze, sondern nach seiner Auffassung (S. 183) sind Konstitutionstypen und Rassen Gen-Koppelungen. „Der Konstitutionstyp ist der ursprünglichere, primitivere, zeitlich früher entstandene, Rasse der später entstandene, höhere. umfassendere Begriff. Der Konstitutionstyp ist gewissermaßen der Vorläufer der Rasse und ist dann zum Rassenmerkmal geworden.“
Warum ich trotz der Unsumme von Hypothesen empfehlen möchte, das Buch anzusehen, hat zweierlei Gründe. Erstens hat der Verf. ein wirklich interessantes Material gesammelt. Und zweitens ist es zwar nicht angenehm, aber nützlich, aus Inhalt und Tenor solcher Bücher Geschichte weniger im Sinne dessen, was geschehen ist, als in demjenigen des unmittelbaren Geschehens an sich herantreten zu lassen.
Der Verlag kündigt das Werk unwissenschaftlich als Forschung in einer Richtung an, wie sie zur Zeit, als Kretschmers Darlegungen über Körperbau und Charakter Epoche machten, „den damaligen Machthabern unerträglich“ gewesen sei.
H. Christoffel (Basel)