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Gefühle sind Zustände des Ichs, sie sind „unmittelbar erlebte Ichqualitäten oder Ichzuständlichkeiten.“ Von ihnen abzugrenzen sind die Empfindungen, von denen ein Teil ebenfalls zuständlich ist (Schmerz-, Lage-, Gleichgewichts-, Vitalempfindungen), während andere Empfindungen gegenständlich und zuständlich zugleich zu sein vermögen (Geruchs-, Geschmacks-, Tast-, Kälte- und Wärmeempfindungen). Nur die Gesichts- und Gehörsempfindungen sind überwiegend gegenständlich. Gefühle sind gegenüber den Empfindungen durch ihre Eigenschaft des Angenehmen und Unangenehmen gekennzeichnet. Man unterscheidet angenehme Zustandsgefühle wie Freude, Behagen, Leichtigkeit, Beglücktheit, Jubel, Ruhe, Zufriedenheit, Zuversicht von unangenehmen Zustandsgefühlen wie Traurigkeit, Sorge, Angst, Furcht, Unbehagen, Unheimlichkeit, Verzagtheit, Hilflosigkeit, Heimweh, Zerrissenheit, Verzweiflung, Grauen, Schreck, Ärger, Zorn, Wut, Neid, Eifersucht, Langeweile. Den Zustandsgefühlen stehen die Wertgefühle gegenüber. Bejahende Selbstwertgefühle sind Kraft, Stolz, Eitelkeit, Selbstgefühl, Trotz. Verneinende Selbstwertgefühle sind Schuld, Reue, Verlegenheit, Demut und … Bescheidenheitl Zu den Fremdwert gefühlen werden Liebe und Zuneigung, Vertrauen, Mitleid, Achtung, Interesse, Billigung und Bewunderung gerechnet, dazu kommen die verneinenden Fremdwertgefühle (bei denen wieder Charaktereigenschaften als Gefühle aufgeführt werden): Haß, Abneigung und Mißtrauen, Verachtung, Feindseligkeit, Spott, Mißfallen, Entrüstung. Akute Gemütsbewegungen heißen Affekte, chronische dagegen Stimmungen. Gefühle und Triebe lassen sich nicht scharf trennen, es sei denn man betrachte Gefühle als auf etwas Seiendes, Gewesenes oder Zukünftiges gerichtet, Triebe aber auf etwas Seinsollendes. Aus der allgemeinen Triebhaftigkeit lassen sich die leiblichen Triebe hervorheben. Unter ihnen entscheidet der Wille, daß heißt die Möglichkeit, zwischen zwei Strebungen zu entscheiden.
Eine deskriptive Psychologie ist eine Illusion, und