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St. wendet sich in seinem mit Kasuistik reich belegten umfangreichen Werke an Ärzte, junge Menschen, daneben wohl auch an alle „Verantwortlichen“, um der kranken Gesellschaft den Spiegel ihrer fehlerhaften Erziehungsarbeit vorzuhalten. „Eine vollkommene Regeneration des Familienlebens“ ist sein Ziel, sein Buch soll „ein erster Versuch sein, diesem Problem auf den Grund zu gehen.“ Leider entspricht die Ausführung nicht ganz diesem Vorhaben, bleibt vielmehr bei der oft affektvollen, der Sachlichkeit aber schlecht dienenden Beschreibung der Oberfläche stehen. Die Überschriften der Kapitel lauten: Die Erziehung der Eltern, eine nervöse Mutter, ein nervöser Vater, das nervöse Kind, die frigide Mutter, das Mannweib und Kindweib als Mutter, die unbefriedigte Mutter, die allzu junge und die überreife Mutter, die leicht erregbare und apathische Mutter, leichtsinnige Eltern, die puritanische Mutter, geschiedene Eltern, sadistische Eltern, Trinker und Trinkerinnen, abnorme Eltern, der Lear-Komplex, zwangskranke Eltern, zwischen zwei Generationen, Folgen einer hypermodernen Erziehung, Adoptiveltern, Fehlerziehung zur Homosexualität, eine hartnäckige Trotzreaktion, egoistische Eltern, schwer erziehbare Eltern. Es ist keine systematische Gliederung der Probleme, die aus diesem Verzeichnis spricht, sondern die Kapitel scheinen fast zufällig aneinander gereiht. Die Voraussetzung, um „den Problemen auf den Grund zu gehen“, die Schilderung des kindlichen Trieblebens, um daran zu verfolgen, wie es auf typische Milieuformen antwortet, ist leider versäumt. Der Ref., der vor 19 Jahren ein Büchlein unter dem gleichen Titel erscheinen ließ, ist auch heute noch der Meinung, daß jeder Reformversuch im Erziehungswesen von den grundlegenden Einsichten, die wir Freud verdanken, ausgehen müsse. Jede Abschwächung oder gar Verniedlichung dieser Erkenntnisse macht einen solchen Versuch aussichtslos. Stekels Darstellung des nervösen Kindes befriedigt den Kenner nicht; er schildert wohl bedeutsame ne