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Zur Empfehlung dieses klar geschriebenen und übersichtlich geordneten Buches, auch für den vorwiegend psychoanalytisch interessierten Leser, sei ein Absatz aus der Einführung wiedergegeben, welche der Münchner Internist Friedrich Müller zur deutschen Übersetzung geschrieben hat: „Ein besonderer Vorzug des Buches ist darin zu erblicken, daß der Verfasser nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Vorgänge, a. B. das Temperament und gewisse psychologische Anomalien in ihren Beziehungen zu den endokrinen Drüsen, zur Darstellung bringt: …. Auch auf dem Gebiet der manisch-depressiven Gemütsstörung werden uns wohl noch manche Überraschungen beschieden sein.“
Die gegenseitige Beeinflussung von Psyche und endokrinem Drüsensystem wird vom biologisch eingestellten Psychoanalytiker als gemeinsames Forschungsgebiet aufgefaßt. Das entsprechende praktische Ziel ist, die Differential-Indikatiön zwischen Psychoanalyse und hormonaler Therapie richtig stellen zu können und sich dabei nicht auf tastende Empirie, sondern auf semiotische Differenzen zu stützen. Es ist heute noch ein überraschendes Ereignis, wenn bei einem jugendlichen Impotenten z. B., bei dem die Psychoanalyse wegen des phobischen Mechanismus seiner Impotenz wohl begründet war, die gleichzeitig bestehende Schwerhörigkeit die Analyse so sehr erschwerte, daß der Rat, vorher eine entsprechende