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Herr A., ein im Zeitpunkt der Behandlung 51jähriger Mann, von Beruf Beamter, bekam vor einundzwanzig Jahren zum erstenmal schwere Angstanfälle, die immer nur auf der Straße auftraten und verschwanden, sobald er zu Hause war. Er hatte dabei Blutandrang in den Kopf und fürchtete, vom Schlage getroffen zu werden und auf der Straße zusammenzufallen. Er brachte diese Angst in Beziehung zur Lage seines Amtes, erstrebte und erreichte deshalb seine Transferierung in eine an der Peripherie der Stadt gelegene Abteilung, worauf der Zustand allmählich abklang.
Vor 15 Jahren trat die zweite Attacke der Platzangst akut auf. Die Anfälle waren diesmal so heftig, daß Patient zu Hause bleiben mußte. Er blieb ein Jahr im Krankenstand und wurde mit physikalischen Heilbehelfen, sowie mit Suggestion und Hypnose, allerdings mit geringem Erfolg, behandelt. Sein Zustand besserte sich erst, als er eine Wohnung in seinem Amt bekam, doch waren Spaziergänge nur mit Begleitpersonen möglich. Vor fünf Jahren trat ein Schreibkrampf auf. Dieses Symptom verschlechterte sich immer mehr, so daß Patient mit der linken Hand schreiben lernte. Einige Monate vor Beginn der Behandlung trat der Schreibkrampf auch beim Schreiben mit der linken Hand auf, allerdings war der Patient zu Beginn der Behandlung noch imstande, mit großer Anstrengung zu schreiben.
Der Patient hatte vor dem Beginn seiner Behandlung bei mir nie etwas über Psychoanalyse gehört. Er erwartete zunächst, in ihr etwas ähnliches wie die Hypnose zu finden, die ebenfalls ohne Medikamente Krankheiten heilen wollte. Da seine diesbezüglichen Erfahrungen nicht günstig waren, hatte er selbstverständlich wenig Vertrauen zu der neuen Behandlung.
In der ersten Ordination machte Patient einen sehr ängstlichen Eindruck, er zitterte am ganzen Körper, ging mit einem leise schleichenden Schritt auf den Zehenspitzen im Wartezimmer herum. In meinem Ordinationszimmer konnte er sich erst hinlegen, nachdem ich den Vorhang am Fenster zur Seite geschoben hatte. Nach Üb