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In einer kurzen Diskussionsbemerkung kann man nur versuchen, in schematischer Weise das Prinzipielle zu klären:
Die Neurose ist eine vom Ich ungewollte Dennoch-Abfuhr gestauter Triebenergien. Bei den uns interessierenden Fällen, den Psychoneurosen, ist diese Stauung durch eine chronische Triebabwehr des Ichs entstanden. Da wir therapeutisch nur am Ich eingreifen können, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten eines solchen Eingriffs. Man kann versuchen, das Ich in dem Sinne zu stärken, daß es seine Triebabwehr erfolgreicher durchführt. Oder man kann das Ich veranlassen, die Triebabwehr einzustellen oder durch eine zweckmäßigere zu ersetzen. Ich brauche nicht auszuführen, daß der erste Weg zwar gelegentlich innerhalb einer psychoanalytischen Kur beschritten wird, daß aber prinzipiell die analytische Therapie auf die zweite Weise arbeitet. So haben wir zwei Fragen zu beantworten: Erstens, durch welche Mittel wird das Ich zur Einstellung oder Modifikation der Triebabwehr bewogen? Zweitens, wie sollen wir uns dynamisch-ökonomisch die Veränderungen, die nach Einstellung oder Modifikation der Triebabwehr eintreten, erklären?
Das Motiv der unzweckmäßigen Triebabwehr ist letzten Endes immer die Einschätzung der Trieberregung als Gefahr, die Angst vor der Unlust, die